Anlässlich des Volkstrauertages am 17. November 2019 legten der Bürgerschützenverein Menzelenerheide 1879 und der Spielmannszug Menzelenerheide Kränze am Ehrenmal nieder.

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Dieses geschah im Gedenken an die Opfer von Gewaltherrschaft und Krieg, aber auch im Gedenken an die Verstorbenen der beiden Vereine. Dazu traten die Schützen und Spielleute um 11 Uhr am Schützenhaus „Am Wippött“ an.

Marc Hermanns erinnerte in seiner Rede an die Verantwortung jedes Einzelnen, gegen die Ursachen für Hass und Ausgrenzung auch in seiner persönlichen Umgebung einzuwirken. Er zitierte den Schriftsteller Walter Bauer, der nach dem 2. Weltkrieg eine Postkarte an die Jugend schrieb:

Gebt nicht nach, wie wir getan haben,
Folgt den Verlockungen nicht, verweigert,
Verweigert, lehnt ab.
Denkt nach, ehe ihr Ja sagt,
Glaubt nicht sofort, glaubt auch dem Einleuchtenden nicht,
Glauben schläfert ein und ihr sollt wach sein.
Fangt mit einem weissen Blatt an, schreibt selber die ersten Worte,
Lasst euch nichts vorschreiben.
Hört gut zu, hört lange zu, aufmerksam,
Glaubt der Vernunft nicht, der wir uns unterwarfen.
Fangt mit der stummen Revolte des Nachdenkens an, prüft
Und verwerft.
Bildet langsam das Ja eures eigenen Lebens.
Lebt nicht wie wir.
Lebt ohne Furcht. 

Walter Bauer (1904-1976)

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