Vereinsgeschichte

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Ein zweites Mal wurde das Vereinsleben durch den Beginn des 2. Weltkrieges unterbrochen. Vor Kriegsausbruch, im Mai 1939, war es dem Verein noch möglich gewesen, sein 60-jähriges Stiftungsfest abzuhalten. Hier noch der damalige Zeitungsartikel, welcher von diesem Jubiläum berichtet:

„MENZELEN. 60 Jahre Schützenverein. Die allgemeine Schützengesellschaft Menzelenerheide feierte am 8. Mai ihr 60-jähriges Vereinsjubiläum im Festzelt des Schützenvereins am Bahnhof Menzelen-West. Nachmittags 4.30 Uhr setzt sich unter Vorantritt des Tambourkorps und der Rösselschen Musikkapelle der Schützenzug in Marsch zum Abholen des Schützenkönigs und der Schützenkönigin (Theodor Schlütter und Frau Johann Peters) nebst Gefolge. Auch der letzte Vereinsmitbegründer Gerhard Weihofen war dabei. Die Ehrengäste und die alten Jubilare wurden am Bahnhof in Empfang genommen und zum Zelt geleitet. Dort wurde durch den Vereinsführer Theodor Bosch durch Lautsprecher die offizielle Feier eröffnet. Zunächst begrüßte er den Ortsbürgermeister Büden, welcher es sich nicht hatte nehmen lassen, an dieser Feier teilzunehmen, und dankte ihm für seinen Besuch. Bürgermeister Büden dankte dem Vereinsführer und dem Vorstand für die freundliche Einladung und beglückwünschte die Jubilare zu ihrem Ehrentag.

Jetzt folgte die Begrüßung und Ehrung des letzen Vereinsmitbegründers Gerhard Weihofen, dem ein passendes Geschenk als Ehrengabe überreicht wurde. Anschließend wurde die Ehrung der alten Vereinsjubilare vorgenommen: Johann Hackstein, Heinrich Hackstein, Gerhard Ravens und Johann Tooten, sowie derjenigen Kameraden, die 25-50 Jahre Vereinsmitglied sind. Der Vereinsführer schilderte nun eingehend den Werdegang des Schützenvereins vom Gründungsjahr 1879 bis zum 60-jährigen Bestehen, und sprach die Hoffnung aus, dass der Verein, den unsere Väter vor 60 Jahren gründeten, noch recht lange weiter blühen und gedeihen möge. In bewegten Worten gedachte er der 25 gefallenen  Vereinsmitglieder sowie aller Gefallenen des Weltkrieges und der Ermordung der Bewegung. Die Ehrung erfolgte mit dem Lied vom guten Kameraden und dem Deutschlandlied und Horst-Wessellied. Das traditionelle Fahnenschwenken fand dann reichen Beifall und beendete die eindrucksvolle Feier. Die Musikkapelle spielte jetzt zum Tanz auf, die so zahlreich herbeigeeilten Gäste und Besucher blieben bei Tanz und Frohsinn, Ihre Alltagssorgen vergessend, bis zur späten Stunde beisammen.“

Bis zum Jahre 1943 konnten noch Versammlungen durchgeführt werden, danach aber kam die Vereinsarbeit völlig zum Erliegen. Am Ende des Krieges waren zahlreiche Opfer des mörderischen Gemetzels zu beklagen, darunter viele Schützen unseres Vereins. Durch Kriegseinwirkung kam es damals auch zur Zerstörung des Vereinslokals, bei welcher sämtliche Vereinsutensilien, darunter auch die Ehrentafel, vernichtet wurden.

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